Oberfläche

Brünieren

Heißes alkalisches Brünieren wandelt die Stahloberfläche in Magnetit (Fe₃O₄) um — klassische Oberfläche für Vorrichtungen, Befestigungen und mechanische Baugruppen: mattes Schwarz, leichter Korrosionsschutz, nahezu kein Maßzuwachs.

Prozessüberblick

Minimaler Aufbau

Typisch <5 μm — geeignet für Gewindebefestigungen und Präzisionspassungen ohne Maskieren.

Öl- und Wachsversiegelung

Nachbehandlung mit Öl oder Wachs erhöht den Korrosionsschutz für Innen- und Handhabungsteile.

Chargenverarbeitung

Effiziente Chargen für Konsolen, Schrauben und Kleinteile.

Spezifikationen

ParameterSpezifikation
VerfahrenHeißbrünieren (285°F alkalisches Bad)
Schichtwachstumtypisch <5 μm
WerkstoffeNiedrig- und mittelkohlenstoffhaltige Stähle, legierter Stahl
NormenMIL-DTL-13924, AMS 2485
NachbehandlungOptional Verdrängungsöl oder Wachs

Kompatible Werkstoffe

  • Kohlenstoffstahl 1018 / 1045
  • Legierter Stahl 4140
  • Werkzeugstahl (teilweise)
  • Edelstahl (begrenzt — Passivierung bevorzugt)

Anwendungen

  • Innensechskantschrauben
  • Vorrichtungen und Spannmittel
  • Mechanische Konsolen
  • Optik-Instrumentenbeschläge

Häufige Fragen

Brünieren oder Phosphatieren?

Brünieren ist vor allem dekorativ, nach Ölen leichter Korrosionsschutz. Zinkphosphat ist eine schwerere Vorbereitung für Lack oder ölhaltige Strukturteile.

Für den Außenbereich geeignet?

Begrenzt — ohne Versiegelung rostet es im Freien. Für Exposition besser verzinken, pulverbeschichten oder kathodisch tauchen.

Kann Edelstahl brüniert werden?

Heißbrünieren gilt für Eisenwerkstoffe. Edelstahl wird meist passiviert oder per PVD/Spezialschwarz — wir empfehlen Alternativen nach Sorte.

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